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4. Mai 2016

Kann man die Kosten für eine Flucht aus dem Irak steuerlich als außergewöhnliche Belastung absetzen?

Die Flüchtlingskrise erreicht das Steuerrecht. Insbesondere fraglich ist die Fragestellung, ob Kosten für die Flucht der Ehefrau aus dem vom IS verwüsteten Irak steuerlich als außergewöhnliche Belastung abzusetzen sind. Das Steuerrecht definiert alle für den Steuerpflichtigen auf Grund eines tatsächlichen Zwangs anfallenden Kosten als außergewöhnliche Belastungen. Im Alltag sind dies insbesondere hohe Kosten für Krankheit oder Pflege. Was aber wenn das eigene Leben bedroht ist und sich der Steuerpflichtige dieser Bedrohung nur entziehen kann, wenn er sein Heimatland verlässt und nach Deutschland flüchtet? Wenn man also die ursprüngliche Definition der außergewöhnlichen Belastung weiter denkt, müssen zwangsläufig auch Kosten für die Flucht steuerlich absetzbar sein.

Bei unserem Mandanten ist folgendes passiert: Unser Mandant war selbst vor einigen Jahren aus dem Irak nach Deutschland geflüchtet und hier mittlerweile als Arzt tätig. Seine Ehefrau ist im Irak geblieben, da die Flucht aus finanziellen Gründen zunächst nicht möglich war. Im Jahr 2012 wurde die Bedrohung der Ehefrau durch den Islamischen Staat dann so groß, dass unser Mandant ein Darlehen von über 12.000,00 € aufnahm um die Flucht seiner Ehefrau aus dem Irak zu finanzieren. Nun möchte unser Mandant diese Fluchtkosten im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Wir sind gespannt, wie das Finanzamt darauf reagiert.

Wir sind der Meinung, dass die Kosten auf jeden Fall steuerlich absetzbar sind. Welche Kosten, wenn nicht die Kosten um eine unmittelbare Bedrohung von Leib und Leben abzuwenden, sollten als außergewöhnlich betrachtet werden?

11. Februar 2015

Lebensmittelpunkt bei doppelter Haushaltsführung

Die Größe der Wohnung am Beschäftigungsort im Vergleich zur Größe der Wohnung am Wohnort stellt nur ein wesentliches Indiz für die Verlagerung des Lebensmittelpunktes dar.

Mehr erfahren Sie unter: https://www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/lebensmittelpunkt-bei-doppelter-haushaltsfuehrung_166_292280.html

25. Januar 2015

Einkommensteuer-Erklärung

Wir erstellen für Sie die Einkommensteuer-Erklärung mit kompetenter Beratung und maximaler Steuerersparnis.

Profitieren Sie als Mandant von folgenden Vorteilen:

  • Maximale Steuerersparnis – Wir sagen Ihnen, wie Sie möglichst viel Steuern sparen können.
  • Rechtliche Sicherheit – Sie brauchen keine Sorge mehr zu haben, ob Sie in Ihrer Steuererklärung alles richtig angegeben haben.
  • Kein lästiger Papierkram – Wir füllen für Sie alle lästigen Steuerformulare aus. Kein Beamten-Chinesisch mehr.
  • Unterstützung im Rechtsbehelfsverfahren – Sollte das Finanzamt bei Ihrer Erklärung zu Unrecht etwas abgelehnt haben, legen wir für Sie Einspruch ein. Sie profitieren auch von anhängigen Musterverfahren, z.B. zum Arbeitszimmer.
  • Kein Stress, kein Ärger – Verschwenden Sie nicht Ihr kostbares Wochenende mit der Steuererklärung. Wir übernehmen das für Sie.
  • Kompetente und professionelle Beratung – Wir beraten Sie ganz auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten. Wenn Sie Fragen haben, helfen wir Ihnen gern weiter

Sie wollen als Mandant von diesen Vorteilen profitieren? Dann kontaktieren Sie uns: kanzlei@steuerberater-bramsche.de oder rufen Sie uns unter 05461 – 709010 an.

28. März 2012

Wie Sie Ihr Studium von der Steuer absetzen

Wie Sie Ihr Studium von der Steuer absetzen

Immer wieder wird in den Medien darüber berichtet, ob und wie ein Studium bzw. eine Ausbildung von der Steuer absetzbar ist. In vielen Fällen beschäftigt diese Frage auch die Gerichte in Deutschland. In dieser Frage kommt es immer wieder zu einem „Katz-und-Maus-Spiel“ zwischen dem Gesetzgeber, dem Finanzamt und den Studenten, die ihre Studienkosten von der Steuer absetzen möchten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen von einem beispielhaften Fall berichten, in dem unser Mandant im vollen Umfang sein Studium von der Steuer absetzen konnte. Unser Mandant hatte zunächst eine betriebliche Ausbildung abgeschlossen und danach sein Studium in Düsseldorf im Bereich Ingenieurswissenschaften begonnen. Seinen ersten Wohnsitz behielt er in Bramsche. Von seinem Ersparten aus der Erstausbildung leistete er sich eine Zweitwohnung in Düsseldorf. Außerdem musste er damit die Studiengebühren und die übrigen Kosten des Studiums finanzieren. Über die vier Jahre des Studiums sammelten sich somit Ausgaben von fast 20.000,00 € an. Diese Kosten haben wir dann mit den Steuererklärungen 2007 – 2010 geltend gemacht.

Auf Grund der Sachlage in diesem Fall musste das Finanzamt diese Kosten im vollen Umfang anerkennen und als Verlustvortrag berücksichtigen. Unser Mandant konnte diesen Verlustvortrag im Jahr 2011 im vollen Umfang steuermindernd nutzen, so dass sich für ihn eine Erstattung von mehreren tausend Euro ergab. Aus unserer Sicht und aus der Sicht unseres Mandanten somit ein Erfolg auf der ganzen Linie.

Wenn auch Sie Ihre Studienkosten von der Steuer absetzen und sich eine Erstattung sichern möchten, stehen wie Ihnen gerne beratend zur Seite.

Rufen Sie uns jetzt an oder
schicken Sie uns eine E-Mail!

Telefonnummer: 05461 709010

E-Mail-Adresse: kanzlei@stb-ingrid-david.de

23. August 2011

Kosten für Studium sind absetzbar

Kosten für Studium sind absetzbar

Der Bundesfinanzhof (BFH) gab am Mittwoch, den 17.08.2011 bekannt, dass Ausgaben für Ausbildung und Studium von der Steuer abgezogen werden können. Die Ausbildung kann rückwirkend bis zu 5 Jahren  nach Schulabschluss als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Die Richter des VI. Senats am höchsten deutschen Finanzgericht kippten damit das seit 2004 geltende Abzugsverbot.

In einem Verfahren vor dem Finanzgericht klagte ein Pilot, der seine Ausbildung zum Berufspiloten bei einer Tochtergesellschaft einer Fluglinie durchlief und ihm somit Kosten in Höhe von 28 000 Euro entstanden. Diese Kosten wollte er in seiner Einkommensteuererklärung 2004 geltend machen. Er berief sich darauf, dass diese Ausbildungskosten vorweggenommene Werbungskosten für seine künftige nicht selbstständige Tätigkeit als Pilot seien.

In einem weitern Fall klagte eine ehemalige Medizinstudentin, die ihre Schulausbildung 2004 mit dem Abitur abgeschlossen hatte, bevor sie ihr Studium an der Universität aufnahm. Auch sie beantragte eine entsprechende Verlustfeststellung  für die vorweggenommenen Werbungskosten ihres Studiums.

In beiden Fällen lehnten die Finanzämter jedoch ab und beriefen sich auf die seit 2004 geltende Regelung durch § 12, Nr. 5 EStG. Nach dieser Regelung sind die Kosten für ein Erststudium nicht abziehbar, sofern sie nicht im Rahmen eines Dienstverhältnisses stattfinden.

Der Bundesfinanzhof schloss sich dieser Auffassung jedoch nicht an und fällt somit ein wegweisendes Urteil, welches große Entlastung auch für Auszubildende bedeutet.

1. März 2011

Kosten für künstliche Befruchtung von der Steuer absetzen

Der BFH hat mit Urteil vom 16.12.2010 entschieden, seine bisherige Rechtsprechung zum Abzug von Aufwendungen für eine heterologe künstliche Befruchtung nicht mehr beizubehalten. Eine künstliche Befruchtung der (gesunden) Ehefrau ist entgegen der bisherigen Auffassung als Heilbehandlung anzusehen, sodass die Kosten hierfür als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden können.

Paare, die sich einer Wunschkind-Behandlung unterzogen haben, sollten die Kosten in Ihrer Steuererklärung angeben. Bei Ablehnung durch das Finanzamt sollte Einspruch eingelegt werden.

Eine Kinderwunsch-Behandlung bietet in Osnabrück zum Beispiel das Kinderwunsch-Zentrum Osnabrück an.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfinanzhofes vom 21.02.2011 (BFH, Urteil vom 16.12.2010 – VI R 43/10)

2. August 2010

Arbeitszimmer – Entscheidung des Bundesverfassungsgericht

Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss v. 6.7.2010 entschieden, dass die aktuelle Regelung zum Arbeitszimmer mit dem Grundgesetz unvereinbar ist. Das betrifft das Abzugsverbot für Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, sofern für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht – also der klassische Lehrerfall.

Wichtig: Nicht beanstandet wurde hingegen die Ausdehnung des Abzugsverbots auf die Fälle, in denen das Büro zu mehr als 50% beruflich genutzt wird, aber nicht den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet (und ein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht). Insoweit hat das BVerfG also zu beiden ab 2007 eingeführten Kürzungsregelungen entschieden – allerdings mit unterschiedlichem Tenor.

Der Gesetzgeber ist verpflichtet, den verfassungswidrigen Zustand rückwirkend ab 2007 zu beseitigen. Wie diese Regelung genau aussehen wird, steht noch nicht fest.

Wir haben für Sie in der Regel das Arbeitszimmer bei der Steuererklärung mit angegeben und bei Ablehnung durch das Finanzamt den Steuerbescheid offen gehalten. Sobald feststeht, wie der Gesetzgeber das Urteil umsetzt, werden wir dafür sorgen, dass Sie einen geänderten Steuerbescheid erhalten. In jedem Fall werden wir automatisch auf Sie zukommen, wenn es etwas Neues gibt. Bis dahin bitten wir Sie um Geduld.

Link:  Haufe – Entscheidung des BVerfG zum Arbeitszimmer

21. April 2010

Steuerliche Behandlung von Aufwendungen für das Erststudium

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) unterstützt ein neues Musterverfahren vor dem Finanzgericht Münster. Hier soll die Frage geklärt werden, ob die Kosten eines typischen Erststudiums im Anschluss an das Abitur, den Wehrdienst, den Zivildienst oder ein soziales Jahr als Werbungskosten einzuordnen sind (FG Münster Az.: 11 K 4489/09 F).

Die Klägerin hatte ein duales Studium an einer Fachhochschule aufgenommen und wollte die Aufwendungen für das Studium als vorweggenommene Werbungskosten geltend machen. Das Finanzamt wollte die Kosten allerdings nur als Sonderausgaben berücksichtigen. Diese sind auf maximal 4.000 Euro im Jahr begrenzt und können auch nur die Steuerlast im Jahr ihrer Entstehung mindern. Während des Studiums hatte die Klägerin jedoch nur geringere Einnahmen erzielt, so dass der Sonderausgabenabzug wirkungslos blieb.

Der BdSt hatte bereits im vergangenen Jahr zwei Musterverfahren zur steuerlichen Behandlung von Studienkosten unterstützt. Mit Urteil vom 18. Juni 2009 (Az.: VI R 14/07) hat der Bundesfinanzhof dem BdSt Recht gegeben und festgestellt, dass die Kosten für ein Studium nach abgeschlossener Berufsausbildung Werbungskosten sind.

Fazit für alle Studenten und Absolventen: Bewahren Sie alle Nachweise über die Kosten Ihres Studiums auf und geben Sie diese bei der Steuererklärung an. Bei einer Ablehnung durch das Finanzamt können Sie Einspruch einlegen. Wir beraten Sie gerne dazu.

Quelle: Bund der Steuerzahler Deutschland e.V.

18. September 2009

Arbeitszimmer und Kosten des Studiums absetzbar

Positive Nachrichten für Studenten und Arbeitnehmer, die ein Arbeitszimmer absetzen wollen: Der BFH hat in zwei Fällen zu Gunsten der Steuerpflichtigen entschieden. Hierzu sind am gestern, am 17.09.2009, in den Bramscher Nachrichten zwei Artikel erschienen:

Studium absetzbar (Bramscher Nachrichten, 17.09.2009)

Studium absetzbar (Bramscher Nachrichten, 17.09.2009)

Hoffnung auf Steuerabzug für heimisches Arbeitszimmer (Bramscher Nachrichten, 17.09.2009)

Hoffnung auf Steuerabzug für heimisches Arbeitszimmer (Bramscher Nachrichten, 17.09.2009)

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